KURIER
27.01.2012, 18:13 Uhr

Liste der Grausamkeiten: Kreishaushalt könnte Dreiviertelmillion sparen


BAYREUTH. So manche heilige Kuh könnte den anstehenden Haushaltsberatungen des Kreistags zum Opfer fallen, wenn der Kreisausschuss es will.

Für die anstehenden Haushaltsberatungen des Kreistags gibt die Arbeitsgruppe Einsparungen mehrere Denkanstöße und weist neue Wege für die Kreisausgaben. Eine Dreiviertelmillion Euro lässt sich danach einsparen. So manche heilige Kuh könnte dem zum Opfer fallen, wenn der Kreisausschuss es will.

Bislang tabu

Die Liste der Grausamkeiten betrifft Bereiche, die bislang tabu waren. Darunter die Feuerwehren, die Therme Obersees, der Straßenbau und sogar die Ausgaben für die Kreisräte selbst.

Die Arbeitsgruppe „Einsparungen im Haushalt“ war während der Haushaltsberatungen 2011 ins Leben gerufen worden. Ihr gehören Bad Bernecks früherer Bürgermeister Bernd Albert, der Speichersdorfer Grünen-Kreisrat Norbert Pietsch, der Emtmannsberger Gerhard Herrmannsdörfer (Junge Liste), die Pegnitzer SPD-Kreisrätin Sonja Wagner, Karl Lappe (WG) aus Schöchleins und der FDP-Kreisrat Hermann Hiery aus Weidenberg an. Nur die Freien Wähler blieben weg.

Als „sehr konstruktiv“ bezeichnet Sonja Wagner die Arbeitsatmosphäre, während Hiery die „interfraktionelle Offenheit“ lobte. „Man muss auch unpopuläre Vorschläge machen dürfen“, so Hiery weiter. An den Sitzungen nahmen Kreiskämmerer Horst Hager und die jeweiligen Fachbereichsleiter teil. „Unsere Aufgabe ist es, kritische Fragen zu stellen und Vorschläge zu unterbreiten“, erklärt Sonja Wagner.

Nur Empfehlungen

Das Gremium könne angesichts der schwierigen Kassenlage nur empfehlen, entscheiden müsse der Kreistag.

Mehr lesen Sie am Samstag im Kurier.
Symbolbild: dpa


Impressum