Wissen von Bayreuther Physikern im All
BAYREUTH. Physiker der Uni Bayreuth sind derzeit Mitglieder eines internationalen Forscherteams, das ein Projekt im Weltall hat: physikalische Experimente in der Internationalen Raumstation ISS. Diese sollen die Wissenschaftler bei ihrer Grundlagenforschung unterstützen.
Ohne die ISS wären die Experimente gar nicht möglich gewesen. Der Grund: „Die Schwerelosigkeit, wie sie etwa im Bremer Fallturm oder bei Parabelflügen erzeugt werden kann, reicht für unsere Experimente aufgrund der dort zu kurzen Dauer der Schwerelosigkeit nicht aus“, sagt Prof. Werner Köhler, der an der Uni Bayreuth eine Arbeitsgruppe leitet und Mitglied des internationalen Forscherteams ist. Um fehlerfreie Messungen zu bekommen, sei es erforderlich, dass man den Einfluss der Schwerkraft so weit es geht und über einen Zeitraum von mehreren Tagen minimiert. Daher brauche man das Weltall.
Bei den Messungen soll der physikalische Prozess der Diffusion näher untersucht werden, durch den sich zum Beispiel Flüssigkeiten vermischen. Das Forscherteam beschäftigt sich laut Köhler vor allem mit der Frage, wieso bei der Diffusion unter Temperatureinfluss in bestimmten Flüssigkeiten die Konzentration der Moleküle räumlich schwankt. Obwohl dieser Effekt schon lange bekannt sei, konnte er bis heute nicht geklärt werden. Von den Erkenntnissen der Experimente erhoffen sich die Physiker, dass sie die Grundlagenforschung vorantreiben.
Mehr zu dem Projekt lesen Sie am Freitag in der Kurier-Ausgabe.
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