Wie Eltern am besten auf schlechte Noten reagieren sollten
Von x-family Autor Mark Saxer Heute ist einer der Tage, der bei vielen weiche Knie und feuchte Hände verursacht: Es gibt Zwischenzeugnisse. Die einen freuen sich über gute Noten, bei anderen steht die ein oder andere fünf oder - im schlimmsten Fall - sogar sechs auf dem Zeugnis. Kann man auf schlechte Noten gut reagieren? Hier ein paar Expertentipps, die ihr mit euren Eltern lesen und besprechen könnt.
„Dass die eigenen Kinder auch mal eine schlechte Note mit nach Hause bringen, ist beinahe zur Regel geworden. Aber das müssen Eltern nicht als Katastrophe werten“, sagt Stephan Bayer, Chef von sofatutor.com, einer großen Onlinenachhilfeplattform.
Tipps vom Fachmann
Der Nachhilfefachmann ist sich sicher, dass sich die Reaktion der Eltern bei schlechten Noten „besonders auf die Motivation und zukünftigen Leistungen“ des Kindes auswirken. Also gibt er Tipps, wie Eltern mit schlechten Noten gut umgehen können.
Die wichtigste Grundregel lautet: Meckern ist tabu! Oftmals leiden die Schüler ohnehin bereits unter der persönlichen Niederlage. „Eltern, die hier durch vorschnelle Kritik noch Öl ins Feuer gießen, riskieren, dass ihre Kinder früher oder später versuchen, schlechte Noten komplett vor ihnen zu verheimlichen“, sagt Stephan Bayer.
Gemeinsam stark
Um diese Folgen zu verhindern, gelte es, stets verständnisvoll mit Misserfolgen umzugehen und den Kindern zu vermitteln, dass man jederzeit für sie da ist und gemeinsam eine Lösung findet. Um den Leistungsdruck für das Kind zu verringern und deutlich zu machen, dass man gemeinsam nach konstruktiven Lösungen sucht, helfen ein paar Fragen: Wie wichtig ist das schlechte Ergebnis in einem bestimmten Fach für den Gesamtschnitt? Handelt es sich um ein schwaches Fach des Kindes? Gibt es Probleme mit Lehrern oder Mitschülern? Liegen Wissenslücken aus früheren Zeiten vor? „Im Mittelpunkt steht das Zuhören“, erklärt Stephan Bayer: „Denn nur, wenn den Problemen gemeinsam auf den Grund gegangen wird, können die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. Wichtig ist, für eine ruhige Gesprächssituation zu sorgen.“ Liegen die Ursachen für die schlechte Note tiefer begründet als in einer schlechten Vorbereitung, sollten Eltern mit ihren Kindern nach geeigneten Lösungen suchen. Gibt es Probleme mit dem jeweiligen Lehrer, lohnt es beispielsweise, als Elternteil direkt das Gespräch zu suchen. „Auf diese Weise lernen sie auch den Notengeber kennen und erhalten oft hilfreiche Informationen zum Schulverhalten des Kindes“, meint Nachhilfefachmann Bayer. Liegen generelle Defizite in bestimmten Fächern vor, sollte eine passende Nachhilfelösung für das Kind gesucht werden. Stephan Bayer appelliert an die Eltern: „Holen Sie ihr Kind ins Boot und finden Sie eine gemeinsame Lösung. Das macht die Kinder stark und motiviert sie, in der Schule besser zu werden.“
INFO Eine weitere, kostenlose Onlinenachhilfemöglichkeit für Mathe haben wir euch schon einmal unter http://tinyurl.com /mathewerkstatt vorgestellt.
