HaSpo-Trainer Müller: „Zum ersten Mal seit langer Zeit enttäuscht“
HANDBALL. Muss man bei HaSpo fürchten, dass die Niederlage im Bayenpokal-Viertelfinale auf das Selbstvertrauen im Abstiegskampf schlägt?
Die Hoffnung im Lager von HaSpo Bayreuth, im Pokal-Wettbewerb etwas Selbstvertrauen für den Abstiegskampf in der Männer-Bayernliga zu sammeln, hat sich nicht erfüllt. Muss man nun sogar fürchten, dass die 25:32-Niederlage im Bayenpokal-Viertelfinale beim Landesligisten TSV Trudering genau das Gegenteil bewirkt?
„Tatsächlich war ich nach diesem Spiel zum ersten Mal seit langer Zeit von der Leistung meiner Mannschaft enttäuscht“, bekennt Trainer Bernhard Müller. „Das war nicht nur spielerisch schlecht, sondern auch von der Einstellung her.“ Damit nehme die Partie aber eine Sonderstellung ein: „Bisher hatte sich die Mannschaft unter den schwierigen Umständen richtig gut entwickelt.“
Nur eine richtige Pleite
Der vorletzte Tabellenplatz nach zehn Niederlagen in den letzten elf Punktspielen stehe dazu durchaus nicht im Widerspruch: „Von unseren insgesamt 14 Niederlagen war doch nur eine Handvoll wirklich eindeutig. Viel öfter ging es am Ende nur um ein oder zwei Tore.“
Für die Misserfolge in diesen engen Spielen macht Müller die mangelnde Routine seiner Mannschaft verantwortlich: „Vor allem fehlt uns am Ende ein erfahrener Kopf“, sagt er in Anspielung auf die ungewöhnlich junge Besetzung der Spielmacherposition mit Moritz Kauffmann (20 Jahre) und Tim Herrmannsdörfer (18). „Man muss sehen, dass wir nach dem beruflich bedingten Verlust von vier Spielern aus der Startformation eigentlich nicht mit einer Bayernliga-Mannschaft in die Saison gegangen sind. Später haben sich noch zwei Akteure abgemeldet – das waren dann schon sechs von zwölf.“
Lücken aus eigenen Reihen geschlossen
Diese Lücken habe man mit Neuzugängen aus unteren Ligen oder aus den eigenen Reihen schließen müssen: „Für diese Leute war das ein Riesenschritt.“ Viel Verletzungspech habe diesen Neuaufbau auch immer wieder zurück geworfen.
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Archivfoto: Krieg
